Intestinal-Diät

Besonderer Ernährungszweck:

  • Ausgleich unzureichender Verdauung
  • Linderung akuter Resorptionsstörungen des Darms



Eine reizarme Ernährung ist bei Magen-Darm-Erkrankungen essentiell. Ziel einer Intestinal- Diät ist ein Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten, Wiederaufbau der Magen-Darm-Flora und Stabilisierung des Elektrolythaushalts. Die Nahrung darf die Verdauung nicht belasten, wie z. B. durch hohe Fett- oder Getreideanteile. Getreide, welches für Hunde nur eingeschränkt verwertbar ist, kann die Verdauung stören. Geeignet ist fettarmes Fleisch, ergänzt durch hochverdauliches Gemüse und Obst. Enthaltene Karotten helfen Krankheitserreger aus dem Verdauungstrakt zu neutralisieren, während Kartoffeln und Sellerie helfen, eine vermehrte Säurebildung auszugleichen. Fenchel wirkt krampflösend und beruhigt Magen & Darm. Mineralerde unterstützt, überschüssige Säuren abzupuffern, während spezielle Kräuter helfen,  den Verdauungstrakt zu beruhigen. In der getreidefreien INTESTINAL-Diät ist ausschließlich lebensmittelechtes Muskelfleisch verarbeitet. Fettarmes Fleisch liefert gesunde Aminosäuen & Omega-6-Fettsäuren, ohne Magen & Darm zu belasten. Leicht verdauliche Gemüse- Obstsorten liefern natürliche Vitamine & Mineralstoffe. Ebenso enthalten sind Zusätze, die dafür bekannt sind, den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen, Krämpfe zu lindern und Nährstoffmängel auszugleichen. Kamille, Anis & Kümmel werden von Mineralerde und verdauungsfördernden  Leinsamen & Flohsamenschalen ergänzt. Schafgarbe soll Krämpfe lindern und den Gallenfluss verbessern, während Gingko als Fänger freier Radikale gilt. MCT Öl stellt schnell verfügbare Energie zur Verfügung und effektive Mikroorganismen (EM) helfen der Darmflora zurück ins Gleichgewicht.

Akute oder chronische Entzündungen des Verdauungstraktes sowie allgemeine Darmerkrankungen gehen mit milden bis schweren Symptomen des Hundes einher. Eine akute Entzündung kann den Magen (Gastritis), Darm (Enteritis) oder ganzen Verdauungstrakt betreffen (Gastro-Enteritis). Ausgelöst durch einen bakteriellen oder viralen Infekt, Parasiten oder eine Allgemeinerkrankung zeigt ein Hund mit Entzündungserscheinungen im Verdauungstrakt Abgeschlagenheit, Fieber, Erbrechen sowie Durchfall. Auch ein verminderter Appetit, Blähungen sowie Darmkrämpfe können klassische Symptome sein. Die chronische Form einer solchen Entzündung ist die IBD (Inflammatory Bowel Disease), bei welcher der Hund dauerhaft unter Verdauungsstörungen leidet und deren Ursache nicht bekannt ist. Hochgradige Durchfälle, welche länger als zwei Tage anhalten, führen zur Dehydration des erkrankten Tieres. Ein dehydriertes Tier erkennt man an tief eingefallenen Augen, Erschöpfungszuständen, einer sehr „klebrigen“ Schleimhaut im Maul und einer geringen Hautelastizität. Bei einsetzender Dehydrierung, anhaltendem Durchfall bzw. bei Verdacht auf eine schwerwiegende Magen-Darm-Erkrankung muss das Tier zwingend tiermedizinisch betreut werden. Neben der medizinischen Therapie wird zudem eine Umstellung auf eine Magen-Darm-Diät notwendig, um die Genesung des Verdauungstraktes und seine Funktion optimal zu unterstützen bzw. bei chronischen Erkrankungen dauerhaft zu begleiten. Durch eine Erkrankung des Verdauungstraktes wird zudem die Darmschleimhaut, eine wichtige Immunbarriere, beansprucht und lockert „ihre Grenzen“. Dadurch können große Eiweißmoleküle der Nahrung diese passieren und zu einer Antikörperbildung mit einer allergischen Reaktion führen. Aus diesem Grund ist es wichtig einen beanspruchten Magen-Darm-Trakt schonend wiederaufzubauen.


Unsere Intestinal Diät